hubertus-nimsch.de H. Nimsch, Dipl. Forst-Ing.
Forstmann, Dendrologe
Dendrologische Publikationen
Arboretum Freiburg-Günterstal
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Veröffentlichungen

 

Hubertus Nimsch
Cathaya argyrophylla – Eine Rarität unter den Nadelbäumen
Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft

Zusammenfassung

In Deutschland und weltweit ist die Koniferen-Gattung Cathaya aus China weitgehend unbekannt.
Nach ihrer Entdeckung im Jahr 1955 glaubte man, dass sich eine ähnlich rasante und weltweit einmalige Verbreitung – analog der der Metasequoia – entwickeln würde – doch dem war nicht so.
Selbst nach ihrer Erstbeschreibung durch die chinesischen Botaniker W. Y. Chun und K. Kuang und ihrer Veröffentlichung im russischen botanischen Journal in Moskau im Jahr 1958 geschah bezüglich einer weiteren Verbreitung nichts.
Das lag möglicherweise auch daran, dass die entdeckten Naturstandorte unter strikten staatlichen Schutz gestellt wurden.
Dies stellt aber nur eine Möglichkeit des Schutzes dar.
Es ist bekannt, dass mit Verboten allein kein dauerhafter Schutz zu erreichen ist.
Daher wäre eine künstliche, weltweite Verbreitung mittels Saatgut, analog der erfolgreichen Verbreitung ( und damit Sicherung ) der Metasequoia glyptostroboides erfolgversprechender.

Schon lange vor der Entdeckung waren fossile Funde aus dem Tertiär bekannt, doch wurden diese zunächst einer „ Abies loehri“ beziehungsweise einer „Keteleeria loehri“ zugeordnet.

Nun, nach 40 Jahren kamen die ersten öffentlichen, wenn auch begrenzten Samenlieferungen nach Europa und Amerika. Eine größere Verbreitung ist dieser sehr seltenen und gleichzeitig dekorativen Baumart zu wünschen.
Dazu sollte eine zweimonatige Informationsreise nach China und zu den Naturstandorten ebenso beitragen wie die nachfolgenden Ausführungen zur monotypischen Gattung und zu den ersten Anbauerfahrungen.