|
Libocedrus bidwillii und Libocedrus plumosa
Die Gattung Libocedrus aus Neuseeland (New Zealand)
Zur Gattung Libocedrus in Neuseeland werden 2 Arten gerechnet.
Es sind dies Libocedrus bidwillii und Libocedrus plumosa, die hier getrennt beschrieben werden.
Die Libocedrus bidwillii Hooker f. mit dem Namen der Einheimischen 'Pahautea' und dem englischen Namen 'Mountain Cedar', kommt auf der Nord- und der Süd-Insel vor.
Sie wächst in den Gebirgsbereichen beider Inseln und ist trotz eines großen Verbreitungsgebietes nicht in großflächigen Waldbeständen anzutreffen.
Die Bäume werden ca. 20 m hoch und erreichen einen BHD von 100, maximal 125 cm.
Junge Pflanzen wachsen zunächst fastigiat und werden in späterem Alter einen schmalkegelförmigen Habitus mit stabilen, waagerecht angeordneten Ästen und abgerundeter Krone annehmen.
Die jungen Zweige sind abgeflacht, sie haben bis 3 mm lange Kantenblätter und bis 1 mm lange Flächenblätter, die im Alter in 2 mm, fast gleich lange, dreieckige, spitze und fast schuppenförmige Nadeln übergehen.
Stomata sind auf der Nadelober- und Unterseite zu finden.
Die Rinde löst sich an älteren Bäumen in langen faserigen Streifen ab.
Die Art ist monözisch.
Die Zapfen sind eiförmig, etwa 1cm lang und bestehen aus 4 Fruchtschuppen – alle mit einem Dorn auf dem Rücken.
Nur zwei fertile Fruchtschuppen mit je einem Samen werden ausgebildet.
Die Samen sind ungleich geflügelt – während ein Flügel voll ausgebildet ist, besteht der zweite nur aus einem Hautrand.
Das Holz ist gerade gewachsen, von rötlicher Farbe, leicht, weich, gut spaltbar und dauerhaft.
Es eignet sich gut für Schreinerarbeiten.
Die L. bidwillii bildet im Alter einen markanten Baum mit geschlossener Krone aus, der in montanen bis subalpinen Bereichen von 250 bis 1850 m Seehöhe vorkommt.
In Gebirgslagen an der Waldgrenze und auf moorigen Standorten wächst L. bidwillii sehr langsam und buschförmig und wird hier oft mehr als 1000 Jahre alt.
Reine Waldbestände von L. bidwillii sind selten anzutreffen.
Ein sehr schöner davon stockt im Hihitahi State Forest, andere im Bereich des Mt. Ruhapehu und des Mt. Taranaki.
In der Regel kommt L. bidwillii als einzel-gruppen oder kleinbestandsweiser Mischung mit anderen Koniferen-Arten wie Dacrydium cupressinum, Prumnopitys taxifolia, Podocarpus cunninghamii, Halocarpus biformis, Phyllocladus alpinus, Halocarpus bidwillii, Lepidothamnus laxifolius sowie vielen Angiospermen vor.
Die Ökologie eines höchsten, subalpinen Waldes hat Druitt et al. 1990 mit alten, 5 bis 7 m hohen Libocedrus bidwillii und Halocarpus biformis und juveniler Pflanzen im Unterstand beschrieben.
Wichtige Baumarten der montanen Wald-Zone ( z.B. Dacrydium cupressinum) werden im Übergangsbereich zur subalpinen Zone von charakteristischen Baumarten dieser Zone abgelöst (z.B. Phyllocladus alpinus und Dacrydium biformis).

Libocedrus bidwillii 
Adulter Zweig
Foto:© J.T. Salmon, NZ
Libocedrus bidwillii 
Alte Bäume am Mt. Egmont
Foto:© H. Nimsch
|