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Arboretum Freiburg-Günterstal
Höchster Baum Deutschlands
Er steht in Freiburg in unmittelbarer Nähe des Arboretums Günterstal und ist mit der Straßenbahn über die Haltestellen „Wonnhalde“ oder „Alter Südwestfunk“ und nach ca. 100 Höhenmeter Fußmarsch über ausgeschilderte Wege, erreichbar.
Ein jahrelanger Wettstreit um den „Höchsten Baum Deutschlands“ hat nun ein (vorübergehendes) Ende gefunden.
Die Ansprüche der Städte Emmendingen, Eberbach und Freiburg um diesen Baum sind nun geklärt – mindestens bis aus anderen Douglasien-Wäldern des Landes keine anderen Informationen kommen.
Mitarbeiter des geodätischen Institutes der Universität Karlsruhe haben die beiden Douglasien in Eberbach und Freiburg mit modernster Lasertechnik vermessen.
Sie kamen zu dem Ergebnis, dass beide Bäume die z. Zt. höchsten Bäume in Deutschland sind.
Die Freiburger Douglasie, mit dem lateinischen Namen Pseudotsuga menziesii, hat die exakte Höhe von 63,33 m bei einem Alter von ca. 95 Jahren und darf sich nun als höchster Baum Deutschlands bezeichnen.
Im Freiburger Stadtwald wurden die ersten Douglasien 1896 gepflanzt.
Das Verbreitungsgebiet der Douglasien ist das westliche Nordamerika und reicht vom Norden Mexico’s bis nach Kanada.
Die Freiburger Douglasien stammen sehr wahrscheinlich aus dem Grenzbereich der beiden US-Staaten Oregon und Washington.
Am heimatlichen Standort können die Douglasien bis 100 m hoch und bis 600 Jahre alt werden.
Sie haben sich hier in Freiburg bestens bewährt und können in alten Douglasienwäldern z.B. entlang der „Waldfahrstrasse“ rund um Günterstal oder an der „Waldfahrstrasse“ Hirzberg – St. Ottilien bewundert werden.
Der Autor hat selbst die Douglasien über 40 Jahre betreuen dürfen und hat deshalb einen besonderen Bezug zu ihnen.
Ob das Prädikat „Höchster Baum Deutschlands“ auch dem Baum selbst etwas nutzt, darf bezweifelt werden.
Die Erfahrungen aus den Nationalparken in Kalifornien mit dem gewaltigen Mammutbaum „General Sherman Tree“ (Sequoiadendron giganteum) sprechen dagegen.
Der Besucherandrang und die damit verbundene Bodenverdichtung im unmittelbaren Stammfußbereich hatte zur Folge, dass der Baum krank wurde.
Die Verlegung einer Wasserleitung um den Baum, die Aufschüttung von Rindenmulch und der Bau eines Schutzzaunes wurden erforderlich.
Es bleibt zu hoffen, dass dies der Freiburger Douglasie erspart bleibt.
Hubertus Nimsch, Juli 2010 |